Zum Thema : Neuerung im Handicap System 2007 – 2010
Das Handicapsystem CSA wurde von der European Golf Association ( EGA) den Golfverbänden der verschiedenen Länder welche es noch nicht führen empfohlen.Deutschland hat dieses System bereits übernommen. In Österreich wurde auf Grund einer Abstimmung es im Jahre 2007 noch nicht eingeführt. Wahrscheinlich erst ab 2008 weil laut meinen Informationen CSA ab 2009 verbindlich übernommen werden muss.
10 % - Regel Die laut ÖGV - SWSO Ziffer 16.3,b in den Vorgaben und Spielbedingungen 10% Regel bei ungünstigen Spiel oder Witterungsbedingungen darf dann nicht mehr angewandt werden.
NEU CSA
Es handelt sich dabei um eine automatische Anpassung der Wettspielergebnisse des betreffenden Turniertages wenn außergewöhnliche Spielbedingungen das Spiel erschweren oder erleichtern.
Die Entscheidung ob der CSA – Wert zum Tragen kommt und wenn ja in welcher Höhe, hängt jetzt ausschließlich von dem Wettspielergebnis ab und wird automatisch nach Turnierende zu jedem Rundenergebnis eines Spielers,dazugezählt bzw. abgezogen.
HCP –Stammblatt
CSA wird von der Clubverwaltungssoftware automatisch ermittelt und bei Übernahme der Turnierergebnisse im zentralen Stammvorgabesystem (HCP)bei den Nettostablefordpunkten berücksichtigt. = Tatsächlich erspielte Nettostablefordpunkte zusätzlich CSA – Wert.
Preisverteilung Nettosieger:
Da sich das CSA nur in den Stammblättern auf die jeweilige Vorgabe (HCP)auswirkt, werden die tatsächlich erspielten Nettopunkte für die Nettosieger herangezogen.
Wie wird der CSA ermittelt:
Für die Berechnung des CSA wird die Vorgabeklasse 1 bis 4 herangezogen.(also bis Vorgabe 26,4 ) die Ergebnisse aber nur für die Berechnung werden in der Vorgabeklasse 5 bis 6 ( also ab 26,5 aufwärts ) nicht für die Ermittlung berücksichtigt.
Die Ergebnisse der Vorgabeklasse 5 und 6 werden nicht zur Ermittlung des CSA herangezogen, jedoch ebenfalls mit den Werten der Klasse 1-4 errechneten Differenz angepasst.
CSA – Werte können bis +3 oder bis –1 angepasst werden.
Wann trifft CSA nicht zu
Nehmen an einen Wettspiel nur Spieler der Vorgabeklasse 5 und 6 also ab HCP 26,5 teil, so wird der CSA nicht angewandt und es zählen die erspielten Ergebnisse.
Gleiches gilt für EDS – Runden und Wettspielen unter 10 Personen.
Berechnungsbeispiel für CSA
Für die Berechnung erfolgt die prozentuelle Verteilung der Spieler in den Vorgabenkassen 1 – 4. Weiter wird durch die Software festgestellt wie viel % dieser Spieler 34 oder mehr Nettostablefordpunkte erzielt haben. Alles weitere wird dann von einer CSA Tabelle abgelesen.
Es gibt eine eigene CSA Tabelle von Turnierteilnehmern von 10 bis 30 sowie eine eigene Tabelle von 30 bis mehr Teilnehmer
Beispiel : Wettspiel mit mehr als 30 Teilnehmer:
Turnierteilnehmer Klasse 1 bis HCP 4,4 10 %
Klasse 2 HCP 4,5 – 11,4 20 %
Klasse 3u.4 HCP 11,5 – 26,4 70 %
Auf Grund ungünstiger Spielbedingungen haben z.B. nur 11 % dieser Spieler 34 oder mehr Punkte erzielt Dieser Wert von 11 % ergibt in der erwähnten CSA Tabelle +2. Somit werden alle Turnierteilnehmer um +2 Nettopunkte belohnt.
Z.B. ein Spieler der Vorgabeklasse 2 mit erzielten 32 Nettopunkten wird bei diesem Beispiel mit 34 Punkten gewertet und hat jetzt die Pufferzone erreicht.
Hätten im obigem Beispiel. 19 – 38 % der Teilnehmer von Klasse 1 – 4 ein Ergebnis von mehr als 34 Nettostablefordpunkten erreicht, wäre dies ein Beweis für reguläre Spielbedingungen gewesen und es bleibt beim tatsächlich erspieltem Ergebnis. Also –0- Veränderung.
Hätten im obigem Beispiel aber ab 39 % der Spieler mehr als 34 Nettostabelfordpunkte erreicht wäre dies ein Beweis von besonders einfachen Spielbedingungen gewesen und alle Ergebnisse des Wettspiels erhalten – 1 also einen Punkt Abzug.
Zusammenfassung:
In Zukunft bestimmt nicht die Wettspielleitung oder der einzelne Turnierteilnehmer ob ein schlechtes Ergebnis durch erschwerte Bedingungen verursacht wurde, sondern die Entscheidung treffen zum überwiegenden Teil die Turnierteilnehmer selbst durch die Einführung des CSA.
Gernot Pausch Clubmanager
GC Salzburg Anlage Fuschl